MODELLPROJEKT
Spannende Verkehrserziehung mit Formel E
Neue Wege der Verkehrserziehung werden mit jeweils einwöchigen Projektwochen der Klassenstufe 6 und 9 im ökologischen Verkehrsgarten von Rabutz beschritten. Schüler gestalten z.B. anhand einer sinnvollen Verkehrsaufgabe eigenständig ein Gesamtkonzept für die Verkehrsorganisation. Im Rahmen eines Wettbewerbes zwischen den Schülern, zu dem u.a. die Einrichtung des Verkehrsgartens und der Fahrstrecke, Fahren mit verschiedenen E-Fahrzeugen bei Höchstgeschwindigkeit von 15 bzw 20 km/h, Verpflegungsorganisation, Fahrzeugüberprüfung und Energie-bereitstellung sowie Arbeiten im Ökologieprojekt gehören, werden die Besten ermittelt, die dann ein richtiges Rennen nach dem Reglement der Formel E fahren dürfen. Themen wie "Verkehrsorganisation selbst gestaltet" und "Erhöhung der Verkehrssicherheit durch Eigenverantwortung" wurden von einer dazu gebildete Arbeitsgruppe aus Landesverkehrswacht, TÜV Sachsen, Projektzentrum Formel E des VITW, Messeverkehrswacht Leipzig erarbeitet.
Am 27.04. wurde das Projekt mit einem Pressegespräch in Rabutz aus der Taufe gehoben. Die Artur-Becker-Mittelschule Delitzsch und die Mittelschule Glesien werden im Mai als erste das Projekt erproben. Die Arbeitsgruppe tagt dann im Juni und bereitet alles vor für den großen Start im September für alle Schulen des Landkreises Delitzsch.
Ansicht des Verkehrsgartens
Dr. Messerschmidt erläutert der Bürgermeisterin der Gemeinde Wiedemar Frau Karin Bödemann und der Landtagsabgeordnete Frau Rita Henk die Aufgaben der kleine Bahn im Projekt.
Unser Präsidiumsmitglied Herr Dipl. Ing. Weißfloh im Gespräch mit einem der Initiatoren des Projektes Herrn Dipl. Ing. Nikodym, Herr Drechsler und Herr Schöne Leiter der Bauverwaltung der Gemeinde Wiedemar (rechte Gruppe). Im Vordergrund wartet Nils Tepper vom RSR auf die Startfreigabe
Der VITW stellt sich der Verkehrserziehung der 5. - 12. Klasse
Am 05.09. war Formel E Projektleiter Dr. Messerschmidt zur Präsidiumssitzung der sächsischen Verkehrswacht eingeladen. Mit ihm war auch der Technische Leiter vom TÜV Sachsen Gast der Beratung. Die beiden Projektleitungsmitglieder stellten das Projektzentrum Rabutz und ihre Vorstellungen zur Nutzung für die Verkehrserziehung vor.
Im Verlaufe der Beratung wurde eine Kooperation zwischen der Verkehrswacht Sachsen, dem TÜV Sachsen und dem VITW vereinbart.
Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, Projekte die die Lücke zwischen der Verkehrserziehung bis zur 4. Klasse und der Fahrprüfung ab 18 schließen, zu erarbeiten und in einer ersten Erprobung in Rabutz zu testen.
In den nächsten Wochen trifft sich in Rabutz eine Arbeitsgruppe aus den 3 Partnern, um eine geeignete Konzeption zu erarbeiten.
Die Beteiligten sind sich einig: Es geht nicht um Wissensvermittlung und Abfrage. Die Jugendlichen kennen im Wesentlichen die Verkehrsregeln, sie halten sie nur nicht für lebensnotwendig. Dipl. Ing Dettelmann und Dr. Messerschmidt hatten sich schon im Vorfeld mögliche Ansätze in der Tschechischen Republik angesehen, aber dort wurde nur die Methodik der Unterstufe auf Fahren mit kleinen E-Fahrzeuge übertragen.
Besonders wichtig wird es sein, Verkehrsaufgaben zu stellen, die als sinnvoll empfunden werden. Erste Gedanken gehen dahin, von den Schülern den Verkehr im Gelände organisieren zu lassen und dann aber auch die Durchsetzung der Festlegungen zu fordern.
Dazu wurde schon ein "Polizeimopet" entwickelt. (Natürlich auch mit E-Antrieb)
Eine weitere Attraktion wird die kleine Eisenbahn sein, die an einer Stelle die Fahrbahn kreuzt. Diese wird auf jeden Fall mit einbezogen.